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Meine besten Tipps bei trockener Kälte draußen und trockener Heizungsluft drinnen

 

Tipps, wie man sich vor Kälte schützt gibt es mehr als genug. Daher möchte ich mal auf die Trockenheit eingehen, der wir durch die trockene Kälte draußen in Kombination mit trockener Heizungsluft drinnen im Winter ausgesetzt sind. Und die bereitet all jenen Probleme, die unter Blutmangel und Yinmangel leiden, d.h. allen, denen positiv befeuchtende Körpersäfte fehlen!
Typische Symptome sind: Trockene, juckende Haut, trockener Husten, Kratzen im Hals und schon das Einatmen der trockenen Luft fühlt sich unangenehm an.
Trockener Mund, trockene Lippen, trockene Augen, die sich sandig anfühlen, irgendwie rau, und  -leider auch- trockene, faltige Haut!
Durst wäre evtl. da, teilweise sogar groß, aber wirkliche Freude bereitet uns das nicht. Viel trinken hilft irgendwie nicht weiter.



Was können wir also jetzt tun 


Genau: Suppig-soßig-saftig essen…nur, dass wir etwas mehr auf wärmende Gewürze achten als im Sommer, und eben mit winterlichem Gemüse arbeiten. Fangen wir also an:

  1. Püree ist herrlich cremig und lässt sich neben Kartoffeln auch wunderbar aus Sellerie oder Pastinaken machen. Auch Süßkartoffeln eignen sich gut.

  2. Schön cremig ist auch Polenta, die beruhigt uns zusätzlich am Abend! Ich mache sie nicht mit Milch wegen der Feuchtigkeit (diese Feuchtigkeit will ich NICHT haben im Körper), sondern mit Gemüsebrühe, und zum Schluss kommt ein kleiner Schuss Obers dazu, das reicht.

  3. Suppen, na klar! Rauf und runter! Pürierte Gemüsesuppen sind herrlich, und auch hier kommt wieder der Schuss Obers dazu oder gleich Kokosmilch- leicht wärmend-, dann gerne etwas mehr!
    Eine Karfiol-Kokosmilch Suppe zum Beispiel mit Zitronengras gekocht ist leicht asiatisch.
    Eine Selleriesuppe mit Birne- denn Birne befeuchtet die Lunge wunderbar und sollte im Winter in allen Variationen konsumiert werden. Eine Prise Muskatnuss, etwas Bockshornkleesamen dazu und evtl. eine winzige Prise Paprikapulver, das reicht schon. Aber egal welche Suppe oder welcher Eintopf…Hauptsache viel und regelmäßig, vor allem abends, denn da werden die Symptome des Yin-Mangels noch deutlicher spürbar und es ist gut, wenn wir genau dann nochmal nachhelfen.

  4. Krautsuppe oder Krautgerichte passen jetzt gut und tonisieren die arme Lunge!

  5. Birnenkompott mit etwas Zimt und Nelke für die Wärme, oder etwas milder mit Kardamon und Vanille! Auch Birnensaft mit Gewürzen erwärmt hilft sehr gut und kann, mit Wasser aufgegossen, über den Tag verteilt immer wieder getrunken werden.

  6. Hochwertige Öle über das fertige Gericht geben.

  7. Mandel sind basisch und befeuchten positiv: Mandelmilch für Suppen und den Frühstücksbrei verwenden. Auch Mandelmus in kleinen Mengen zu Suppen gegeben hilft - das gibt auch eine tolle cremige Konsistenz!

  8. Mit Algen kochen: Einfach eine kleine Menge mit in die Suppe oder den Eintopf geben (evtl. im Teesackerl, dann kann man sie wieder leicht herausnehmen). Mitessen schadet aber auch nicht, nur bei Schilddrüsenüberfunktion bitte lieber weglassen!

  9. Pilze haben zum Glück immer Saison. Sie enthalten viel Wasser, also bitte nicht rausbraten, sondern sanft dünsten.

  10. Allgemein gilt bei der Zubereitungsart eher dünsten, dämpfen, blanchieren statt scharf anbraten und lange grillen oder schmoren im Ofen.

  11. Als Tee bietet sich Eibischtee an oder auch isländisch Moos an.

  12. Und wer trotz Fastenzeit nicht auf seine Marmelade verzichten will, der greift jetzt bewusst zu Quittengelee oder Himbeermarmelade.

 

 

Äußerlich…

 

ist es natürlich wichtig die Räume gut zu lüften und zusätzlich zu befeuchten, z.B.

  1. durch nasse Handtücher auf den Heizkörpern
  2. dem dampfenden Topf Wasser auf dem Stövchen
  3. einem Springbrunnen oder allgemein Luftbefeuchtern.
  4. Die Wäsche eine Stufe niedriger schleudern und in der Wohnung aufhängen bringt ganz schnell 2-3% mehr Luftfeuchtigkeit!

 

 

Auf was sollten wir jetzt eher verzichten?


  1. Natürlich auf alles, was uns austrocknet: Der geliebte Kaffee –oder  zumindest bitte auch hier wieder den Schuss Obers dazugeben, wenn wir schon nicht verzichten können…außerdem kühlt er die Nieren-> Winter-> Kälte-> nicht gut!
  2. ebenso Schwarztee, Rotwein, scharfe Alkoholika.
  3.  Auch Rauchen trocknet extrem aus.
  4. Sehr salzige Nahrungsmittel, wie z.B. Wurst, Käse, Schinken oder geräucherte Wurstwaren und Räucherfisch
  5. scharfe Gewürze und vor allem VIELE scharf-heiße Gewürze, weil es ja kalter Winter ist…zu viel kann eben leider auch schaden. UND wer gerne den ganzen Winter über VIEL Ingwertee und Chaitee trinkt!  VORSICHT! Genau das beraubt uns unserer schönen Körpersäfte und trocknet aus.
  6. Schlafen in überheizten Räumen...besser wärmer anziehen oder eine zweite Decke rausholen und das Schlafzimmer etwas kühler belassen.

 

…und bitte wer jetzt noch glaubt, ein Curry wäre ja suppig-saftig…ja schon, ABER : Bitte nicht scharf!

Ich hoffe, Ihnen das trockene Leben damit etwas leichter gemacht zu haben.
Wenn Sie jetzt noch individuelle Tipps möchten oder sich bei der Umsetzung noch unsicher fühlen, dann melden Sie sich gerne zu einer individuellen Ernährungsberatung an!

Ich freue mich, von Ihnen zuhören.